Rhaude_KV-2013-0723
Glockenturm, Aussenansicht

Zur Kirchengemeinde Rhaude (765 Gemeindeglieder) gehören die beiden Dörfer Rhaude und Holte. Einige Gemeindglieder sind aus den benachbarten Kirchengemeinden Westrhauderfehn und Collinghorst umgepfarrt.
Die Orte Rhaude und Holte sind vermutlich im frühen Mittelalter entstanden, jedenfalls ist Rhaude im Hochmittelalter als Kirchspiel mit eigenem Siegel erwähnt. (Vergl.: www.rhaude.de/rhaude/erste-urkunden.htm)


Die Kirchengemeinde Rhaude war bis zur kommunalen Gebietsreform die größte Kirchengemeinde im damaligen Kirchenkreis Potshausen. Sie war Sitz der Superintendentur bis zum Ruhestand des damaligen Superintendenten Rudolf Janssen im Jahr 1970. Zur Kirchengemeinde gehörten die Orte Rhaudermoor, Rhauderwieke (jetzt Rhaudermoor), sowie Holterfehn und Holtermoor (jetzt Holterfehn).
Nach der Gebietsreform wurden die Ortsteile Holterfehn (Holtermoor) mit Ostrhauderfehn zur Kirchengemeinde Ostrhauderfehn-Holterfehn und Rhaudermoor (Rhauderwieke) mit der Kirchengemeinde Westrhauderfehn verbunden. Die Kirchengemeinde Westrhauderfehn wurde Sitz der Superintendentur des Kirchenkreises Rhauderfehn.


Am Pfarrhaus, das direkt an das Gemeindehaus angebaut ist, erinnert eine Gedenktafel an den im Jahr 1759 geborenen Arzt Johann Christian Reil, später Professor in Halle und bedeutender Anatom.
Das Haus, das im Jahr 1883 errichtet wurde, wurde 1975 umgebaut, ohne die Außenansicht zur Straße hin zu verändern. Die rückwärtigen Mauern des Hauses sind neu aufgebaut worden. Das Haus hat ein für Ostfriesland seltenes Schieferdach.
 

hkut